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Local SEO Checkliste: Was 16.098 Google-Profile über echtes Ranking verraten

Jeder Local-SEO-Ratgeber im Netz sagt dasselbe: Sammle Bewertungen, lade Fotos hoch, halte dein Profil vollständig. Klingt logisch, hilft aber nicht weiter, wenn du wissen willst: Wie viele Bewertungen brauch man denn wirklich, um vorne zu stehen? Reicht eine 5,0-Bewertung, fünf davon oder sogar 100?

Genau diese Fragen hat das Local-SEO-Tool Localo mit einer Auswertung von 16.098 Google-Unternehmensprofilen beantwortet. Wir haben uns die Studie angeschaut, mit unserer eigenen Projekterfahrung abgeglichen und daraus eine Local SEO Checkliste gebaut, die man auf sein eigenes Google-Unternehmensprofil anwenden kann, egal ob Café, Praxis, Handwerksbetrieb oder Kanzlei.

Zuerst zeigen wir die wichtigsten Erkenntnisse der Studie auf, danach kommt unsere Prioritätenliste für die Local SEO.

Vorweg:

Eine Zahl taucht in der Studie ständig auf: die Top-3-Quote. Sie sagt, wie viel Prozent der Profile mit einer bestimmten Eigenschaft es tatsächlich in die Top 3 des Local Packs schaffen

Beispiel: Liegt die Top-3-Quote bei Profilen mit einer Bewertungen bei 30 %, heißt das: Von allen untersuchten Profilen mit einer Bewertung landen 30 % in den Top 3. Der Rest nicht. Steigt die Quote mit mehr Bewertungen, heißt das: Je mehr Bewertungen, desto größer die Chance auf einen Top-3-Platz.
Es ist also kein absoluter Rang, sondern eine Erfolgswahrscheinlichkeit innerhalb der jeweiligen Gruppe.

Das Local Pack für die Suchanfrage “online marketing agentur stuttgart”
Das Local Pack für die Suchanfrage “online marketing agentur stuttgart”

Was die Daten wirklich zeigen

Bewertungen entscheiden am stärksten, aber nicht endlos

Die Anzahl der Bewertungen ist das stärkste Einzelsignal der gesamten Studie. Profile mit 1 bis 5 Bewertungen schaffen es in 39,3 % der Fälle in die Top 3, Profile mit 201 bis 500 Bewertungen in 73,0 %. Der Median liegt bei 79 Bewertungen auf Position 1 und bei nur 25 auf Position 11 und schlechter, also außerhalb der ersten Seite.

Wichtig für die Praxis: Ab einigen Hundert Bewertungen flacht der Effekt ab und kehrt sich ab etwa 500 sogar leicht um. Der Sweet Spot liegt bei 200 bis 500 Bewertungen, darüber hinaus lohnt sich das Weitersammeln nicht mehr.

Fotos sind der Hebel ohne Wartezeit oder Plateau

Fotos sind der einzige Faktor der Studie ohne erkennbare Obergrenze. Der Effekt wächst sogar noch über 500 Fotos hinaus weiter. Der Unterschied zwischen Position 1 und Position 2 ist bei Fotos größer als bei jedem anderen Faktor.

Der entscheidende Vorteil gegenüber Bewertungen: Fotos hängen nicht von deinen Kund:innen ab. Man muss nicht warten, bis jemand Lust hat, etwas zu schreiben. Man kann heute noch 20 Bilder hochladen.

Das Paradox der 5,0

Hier lohnt sich ein zweiter Blick, wenn man selbst immer auf eine perfekte Bewertung abzielt: Profile mit einer 5,0 schneiden schlechter ab als Profile mit einer 4,9. Der Grund ist simpel: Eine perfekte Bewertung bei gleichzeitig wenigen Bewertungen ist ein Warnsignal für zu geringes Volumen. Sobald ein Profil eine 5,0 bei über 200 Bewertungen hält, kippt das Bild wieder. Dann ist es sogar der stärkste Wert der gesamten Studie.

Halte deine Bewertung also über 4,5, und wenn du bei 4,9 statt bei 5,0 landest, ist das sogar von Vorteil.

Vollständigkeit schlägt Einzelmaßnahmen

42,7 % der Profile auf Position 1 erfüllen alle acht Grundlagen-Kriterien (bestätigte Adresse, Website, Beschreibung, Zusatzkategorie, 10+ Bewertungen, 10+ Fotos, 10+ Brancheneinträge, mindestens ein Social-Link). Auf Position 11 und schlechter sind es nur 17,2 %. Vollständigkeit ist damit die klarste Trennlinie der gesamten Studie, deutlicher als jeder einzelne Faktor für sich.

Konkrete Zielwerte aus der Studie:

  • Zusätzliche Kategorien: Die höchste Top-3-Quote (69,1 %) liegt bei genau 6 Kategorien. Google erlaubt bis zu 9, mehr bringt aber nichts.
  • Brancheneinträge (NAP): Der Effekt stabilisiert sich bei 21 bis 27 Einträgen. Alles darüber ist Zeitverschwendung.
  • Social-Media-Links: Drei Links bringen dich in die Wettbewerbszone, ab fünf Links ist Schluss mit weiterem Zuwachs. Facebook (+13,2 PP) und YouTube (+10,1 PP) wirken am stärksten.
  • Unternehmensbeschreibung: Fast jedes Profil hat eine. Der Wert steckt darin, dass sie mit steigender Bewertungszahl immer wichtiger wird.
  • Google-Beiträge: Der Effekt liegt allein im Veröffentlichen (+7,1 PP), nicht im Inhalt. Länge, Frequenz oder Keywords im Beitrag verändern nichts.

Was du getrost weglassen kannst

Genauso aufschlussreich wie die wirksamen Faktoren sind die, die keinen messbaren Effekt haben:

  • Gleichmäßiges Bewertungstempo: Es zählt die Gesamtzahl, nicht die Regelmäßigkeit.
  • Lange Bewertungen: Die Wortzahl macht keinen Unterschied.
  • Hohe Antwortquote auf Bewertungen: Korreliert sogar leicht negativ, weil schwächer platzierte Profile öfter antworten müssen, nicht weil Antworten schadet.
  • Lange Unternehmensbeschreibungen: 100 bis 200 Zeichen wirken genauso gut wie 700.
  • Keywords in Domain, URL oder Bewertungstext: Keinen messbaren Effekt auf die Position.

Wer hier Zeit investiert, verschenkt Ressourcen, die anderswo mehr bringen.

Quelle der Datenauswertung: Localo-Studie „Lokale SEO-Rankingfaktoren“, 16.098 ausgewertete Google-Unternehmensprofile.

Deine Local SEO Checkliste: So setzt du die Daten um

Daten sind das eine, wissen, was du am Montagmorgen zuerst tust, das andere. 

Das ist unsere Prioritätenliste, abgeleitet aus der Studie und abgeglichen mit unseren eigenen Local-SEO-Projekten, etwa bei einem Stuttgarter Café, das wir in sechs Monaten von null auf 67 Rankings und in den Local Pack gebracht haben.

Was du gleich selbst umsetzen kannst:

1. Profil-Vollständigkeit als Basis-Check. Bevor du irgendetwas anderes optimierst: Geh die acht Grundlagen-Kriterien einmal durch. Bestätigte Adresse, verknüpfte Website, Beschreibung, mindestens eine Zusatzkategorie, 10+ Bewertungen, 10+ Fotos, 10+ Brancheneinträge, ein Social-Link. Das ist an einem Nachmittag erledigt und bringt laut Studie einen der größten Sprünge zwischen Position 1 und Position 11+.

2. Fotos als Sofortmaßnahme. Das ist der Faktor, den du ohne Wartezeit sofort selbst umsetzen kannst. Ziel: mindestens 40 Fotos, danach immer weiter. Produkte, Team, Räumlichkeiten, Vorher-Nachher etc. 

3. Kategorien, Einträge und Social-Links auf den Zielwert bringen. Sechs Zusatzkategorien, 21 bis 27 Brancheneinträge, drei bis fünf Social-Links (Facebook und YouTube zuerst verknüpfen). Alles darüber hinaus ist kein Hebel mehr. Hier lohnt sich kein weiterer Aufwand.

4. Google-Beiträge regelmäßig, aber ohne Perfektionismus. Veröffentliche einfach! Frequenz, Länge oder Keywords im Text spielen keine Rolle. Ein Beitrag pro Woche reicht völlig, wichtiger ist die Gesamtzahl über die Zeit (ab 10 aktiven Beiträgen zeigt sich der Effekt).

Für die Zukunft:

5. Bewertungen zuerst, aber mit Zielwert. Miss dich nicht an „mehr ist besser“, sondern an konkreten Schwellen: Unter 25 Bewertungen bist du in Gefahr, von der ersten Seite zu fallen. Ab 60 bis 80 Bewertungen spielst du um die Top-3-Plätze. Baue dir einen festen Review-Prozess auf: Frag nach dem Kauf oder Termin aktiv nach einer Bewertung, häng einen QR-Code an die Kasse, schick eine Follow-up-Mail. Und: Verabschiede dich von der 5,0 als Ziel. Eine ehrliche 4,7 bis 4,9 bei wachsendem Volumen ist das bessere Signal.

6. Streiche, was nicht wirkt. Kein künstliches Strecken des Bewertungstempos, keine überlangen Beschreibungen, keine Keyword-Jagd im Bewertungstext oder in der URL.

Fazit: Weniger raten, mehr messen

Local SEO wird oft mit gefühlten Best Practices betrieben, bspw. „mehr Bewertungen sind immer gut“, „je länger die Beschreibung, desto besser“. Die Localo-Daten zeigen: Manche dieser Annahmen stimmen, andere kosten nur Zeit. Wer weiß, welche Stellschraube tatsächlich etwas bringt, kommt schneller zu sichtbaren Ergebnissen.

Du willst wissen, wo dein Google-Unternehmensprofil im Vergleich zu diesen Werten steht? Wir schauen es uns gemeinsam im kostenlosen Erstgespräch an.

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Marleen trägt Verantwortung für Kundenprojekte in SEO und SEA, genauso wie in Social Media.

Sie lehrt dem Google Tag Manager das Fürchten! Bei ihr sind unsere Kunden in den besten Händen.

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